7 Social Media Fehler, die dich Kunden kosten

Social Media Fehler

Social Media Fehler hat bestimmt schon jeder von uns gemacht.
Das liegt vor allem daran, dass Social Media Kanäle für dein Marketing heutzutage nahezu unverzichtbar sind. Aus diesem Grund nutzt sie auch fast jeder. Und das ist auch gut so!

 

Aber Social Media Marketing ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint.

 

Während meiner Studienzeit habe ich bei einem bekannten Tierfuttermittelhersteller als Werkstudentin gearbeitet. Dort habe ich zu Beginn hauptsächlich Tierschutz-Anfragen beantwortet und auch ab und zu mal ein Angebot für Werbeartikel eingeholt.
Die Mitarbeiter in der Marketingabteilung hatten immer alle schrecklich viel zu tun und alle Dinge, die keiner tun wollte oder die zu viel Zeit in Anspruch nahmen, wurden an mich abgegeben.

Doch eines Tages war es so weit! Ich bekam die Verantwortung für die Facebook Seiten der beiden großen Marken! Mann, habe ich mich gefreut – endlich mal etwas Kreatives machen 🙂

 

Doch damit ist schon der erste große Fehler passiert:

 

In einem mittelständischen Unternehmen hatte die 19-jährige Werkstudentin, die nur an 1-2 Tagen die Woche im Büro war, die Verantwortung für eines der größten Sprachrohre des Unternehmens.

Das Problem ist, dass sich immer noch viele (vor allem kleinere und mittelständische) Unternehmen noch immer nicht im Klaren sind, wie mächtig Social Media Kanäle sein können. Sie sind nämlich die direkte Verknüpfung zwischen Anbieter und Kunden.

 

Du weißt natürlich, wie wichtig deine Social Media Aktivitäten für dein Online Marketing sind. Trotzdem ist es nicht immer ganz so einfach, diese tolle Werbeform richtig zu nutzen. Aus diesem Grund zeige ich dir heute die 7 größten Social Media Fehler, die dich Kunden kosten können.

Keine Sorge: genau diese Fehler habe ich in meinem Werkstudentenjob garantiert auch gemacht 😉

 

Die 7 größten Social Media Fehler, die dich Kunden kosten:

1. Du hast zu viele Profile

Facebook, Instagram, Pinterest, Snapchat, Xing und wie sie nicht alle heißen. Es gibt gefühlt endlos viele Plattformen, auf denen du dir ein Social Media Profil erstellen kannst. Das ist natürlich sehr verführerisch. Denn viel hilft ja bekanntlich viel, oder?

 

Nein, nicht immer!

 

In diesem Fall ist es besser, sich auf wenige Social Media Kanäle zu beschränken. Denn du läufst sonst Gefahr, alle nur halbherzig zu befüllen. Besser ist, wenn du dich für 2-3 Kanäle entscheidest, die du regelmäßig mit richtig gutem Content fütterst.

Es reicht beispielsweise nicht, alle 4-5 Tage auf Instagram ein schlecht beleuchtetes und verwackeltes Bild von deinem Mittagessen hochzuladen. Achte stets auf die Qualität deiner Inhalte und poste regelmäßig. Deine Follower werden es dir danken 😉

 

 

2. Deine Inhalte passen nicht zur Marke

Cat Content – wir alle kennen ihn und wir alle lieben ihn. Da ist es doch verführerisch, auch selbst süße Katzenvideos zu posten oder?
Man bekommt so in rasanter Geschwindigkeit viele neue Follower und auf den eigenen Profilen ist richtig was los.
Doch was bringt dir das?

 

Richtig – nämlich gar nichts!

 

Deine Inhalte müssen nämlich zu dir und deinem Business passen, sonst ziehst du zum einen die „falschen“ Follower an und zum anderen wirkst du nicht sehr glaubwürdig. Oder würdest du deine Versicherung bei einem Versicherungsvertreter abschließen, der hauptsächlich Tipps für Hochzeitsplanungen teilt?

 

 

3. Du hast deine Zielgruppe nicht im Blick

Ein mindestens genauso großer Social Media Fehler ist, wenn du deine Zielgruppe nicht im Blick hast. Du weißt doch bestimmt genau, wie du positioniert bist und hast deine Zielgruppe bis ins Detail definiert. Dann erstelle deine Inhalte auch genau für Personen aus dieser Zielgruppe, den hier verstecken sich deine potentiellen Kunden!

 

TIPP: Nutze einen Kunden-Avatar

 

Ein Kunden-Avatar ist ein typischer Kunde aus deiner Zielgruppe. Wenn deine Kunden beispielsweise alleinstehende Mütter mit wenig Zeit sind, dann erfinde dir eine Kundin und erstelle all deine Inhalte speziell für sie. Bei diesem Beispiel könnte ein Kunden-Avatar sein: Julia, 31 Jahre, zweifache, alleinerziehende Mutter, die Teilzeit im Büro arbeitet.

 

 

4. Du passt deine Inhalte nicht an den Kanal an

Du denkst Social Media Kanal ist gleich Social Media Kanal?
Da muss ich dich leider enttäuschen – jede Social Media Plattform ist anders und hat so ihre Eigenheiten. Jede Plattform spricht andere Nutzer an und jeder Kanal spricht seine eigene Sprache.

Klar gibt es potentielle Kunden, die sowohl Instagram als auch Twitter nutzen. Doch selbst ein- und derselbe Mensch erwartet auf zwei unterschiedlichen Plattformen auch zwei verschiedene Arten der Ansprache. Das liegt daran, dass die Nutzer „gelernt“ haben, dass auf jedem Social Media Kanal eine andere Sprache genutzt wird. Das einfachste Beispiel sind hier Xing und Facebook. Während auf Facebook alle per „Du“ sind, sollten potentielle Kunden im Business-Netzwerk Xing gesiezt werden.

Das bedeutet für dich: wenn du mehrere Social Media Kanäle nutzt, solltest du deine Inhalte auch dementsprechend an den jeweiligen Kanal anpassen. Dies ist auch einer der Gründe, warum es sinnvoll ist, nicht zu viele Social Media Profile zu haben (siehe Punkt 1).

 

 

5. Du hast keine Strategie

Du postest, teilst und likest am liebsten wild drauf los? Das ist auch völlig in Ordnung – solange es sich um deine privaten Social Media Accounts handelt.
Für deine Business Profile solltest du eine klare Strategie entwickeln und dich auch strikt daran halten. Mit strikt meine ich nicht, dass du nicht auch mal zwei Wochen in den Urlaub fahren und deine Social Media Profile in dieser Zeit pausieren kannst.
Ich meine damit, dass du dir im Klaren sein sollst, welches Ziel du mit den einzlenen Social Media Kanälen verfolgst.
Wenn das vorrangige Ziel deines Instagram Profils beispielsweise ist, möglichst viele potentielle Kunden auf deine Webseite zu leiten, dann sollten auch deine Inhalte dementsprechend gestaltet sein. Verweise beispielsweise auf neue Blogartikel oder besondere Angebote auf deiner Webseite.

 

 

6. Du setzt keinen Call-to-action

Zu einer guten Strategie gehört auch IMMER ein Call-to-action (also eine Handlungsaufforderung). Wenn du diesen vergisst, nehmen deine Follower deine Inhalte zwar wahr, werden aber nichts weiter tun. Mit deinen Social Media Aktivitäten verfolgst du aber ja ein bestimmtes Ziel, das du natürlich auch erreichen möchtest. Und dies gelingt dir über Call-to-actions.

Beispiele:

  • Jetzt kaufen
  • Jetzt buchen
  • Weiterlesen
  • Mehr
  • Kontakt aufnehmen
  • Teilen
  • Oder stelle deinen Followern eine Frage

 

 

 

7. Du verkaufst

Du denkst dir jetzt vielleicht: „Aber das will ich doch?!“
Ja, genau das willst du. Das wollen wir ja eigentlich alle, oder? 😉 Doch genau deswegen machen hier viele den vielleicht größten Social Media Fehler. Auf Social Media Kanälen darfst du nicht aktiv verkaufen. Naja gut, so ganz stimmt das natürlich nicht – aber deine Inhalte sollten nicht zu mehr als 10% aus konkreten Verkaufsangeboten bestehen.
Denn der Sinn von Social Media ist es, sich mit seinen potentiellen Kunden zu verbinden, auf sich aufmerksam zu machen und den Kunden Mehrwert zu bieten.
Und das Wichtigste: Das Vertrauen potentieller Kunden zu gewinnen. Denn bei Bedarf werden potentielle Kunden immer bei dem kaufen, dem sie vertrauen und den sie auf dem entsprechenden Gebiet als Experten wahrnehmen.

 

 

Fazit

Ich wette mit euch, dass ich jeden einzelnen dieser Fehler gemacht habe, als ich ins kalte Wasser geworfen wurde und bei meinem Werkstudentenjob plötzlich die Verantwortung für die Facebook Seiten bekam. Doch Fehler zu machen ist gut! Denn die meisten Fehler passieren einem nicht zweimal 😉
Und da ich diese Fehler schon gemacht habe, hast du die großartige Möglichkeit zumindest diese Fehler zu vermeiden und dafür andere zu machen.

Schreib mir doch mal in die Kommentare, was dein bisher größter Social Media Fehler war! (Ja, richtig gemerkt: Call-to-Action 😉 )

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Social Media Fehler machen! 🙂

Social Media Fehler

Ramona

Ramona

Social Media Expertin

Ramona ist Beraterin für das Thema Marketing. Sie unterstützt (Klein-)Unternehmer, Freiberufler und Blogger dabei, ihre individuelle (Online-) Marketingstrategie zu entwickeln.
Auf ihrem Blog www.marketingbiene.de steht sie dir mit Rat und Tat zur Seite.

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